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TV Hüttenberg auf Trainersuche mit Gummersbacher Emir Kurtagic fündig geworden

Gießener Anzeiger

Dienstag, den 24. Oktober 2017 um 08:31 Uhr

HÜTTENBERG. Von Albert Mehl. - Lewwe geht bekanntlich weider. Und "perplex", wie Lothar Weber bei der Bekanntgabe des Wechselwunschs von Trainer Adalsteinn Eyjolfsson war, sind die Verantwortlichen des Handball-Bundesligisten TV Hüttenberg längst nicht mehr. Während der bisherige Hüttenberger Übungsleiter am gestrigen Vormittag bei seinem neuen Club, dem Ligarivalen HC Erlangen, vorgestellt wurde, präsentierte der Aufsteiger aus dem Mittelhessischen am Abend seinen Nachfolger: Emir Kurtagic. Am Montagnachmittag hat dieser einen Vertrag bis zum Sommer 2019 unterzeichnet - ligenübergreifend mit dem Ziel, den Klassenerhalt mit seinen neuen Schützlingen zu schaffen.

Der 37-jährige Deutsche mit bosnischen Wurzeln ist in der Handball-Szene kein Unbekannter. Bis zum Sommer stand er als Trainer beim Erstligisten VfL Gummersbach unter Vertrag, war allerdings schon Ende März bei den Oberbergischen aus dem Amt entlassen worden.

ZUR PERSON
Emir Kurtagic
Geb.: 21. August 1980 in Sarajevo (Bosnien, damals Jugoslawien)
Spieler bei: TuS Derschlag, VfL Gummersbach, TV Jahn Wahn (jeweils auf der Linksaußenposition) - bis 2002
Trainer bei: VfL Gummersbach (seit 2008 Co-Trainer und Cheftrainer der Bundesliga-Mannschaft) - bis Sommer 2017

Nach insgesamt 22 Jahren als Spieler und Trainer beim VfL sei ihm der damalige Abschied nicht leicht gefallen. "Emotional habe ich mich damit sehr schwergetan", gibt der ehemalige Linksaußen Einblick in sein Seelenleben. Doch mit dem geglückten Klassenerhalt der Gummersbacher sei er dann dazu gekommen, sich damit auseinanderzusetzen, "was gelaufen ist". Diesen Prozess hat der neue Coach nach eigenem Bekunden abgeschlossen. "Ich fühle mich gut und gut erholt", habe er zuletzt wieder verstärkt Anteil am Handball genommen und sei viel in der Halle gewesen.

Beim letzten Hüttenberger Spiel unter Eyjolfssons Regie am Sonntag in Lemgo war er aber nicht dabei, sondern verfolgte die Partie nur am Fernseher. Dies allerdings "intensiv", wie er betont. Jedenfalls hat sich Kurtagic auch schon intensiv mit der neuen Materie auseinandergesetzt. "Das Projekt hier reizt mich ungemein", verkündete er bei seiner Präsentation.

Lothar Weber sparte bei der Vorstellung nicht mit Vorschusslorbeeren. "Wir sind mit der Verpflichtung sehr zufrieden", sagte der Geschäftsführer des TVH im Vip-Raum des Hüttenberger Sportzentrums. Am Donnerstag, nur kurz nachdem Eyjolfsson dem Hüttenberger Führungskreis seinen Wechselwunsch mitgeteilt hatte, habe man Kontakt mit Kurtagic aufgenommen - und sei sich schnell einig geworden. "Emir war unser erster Ansprechpartner und unser Wunschkandidat", erklärte Weber.

"Es waren sehr gute und konstruktive Gespräche", ergänzte der neue Cheftrainer. Er habe nur sehr kurze Zeit gebraucht, um darüber nachzudenken. "Dann habe ich schon angefangen, die Mannschaft zu analysieren", sagte er bei seiner Vorstellung. Zwei Punkte hätten für ein Engagement in Hüttenberg gesprochen: "Die Verantwortlichen wissen genau, um was es geht. Und die Mannschaft hat viel Leidenschaft und Willen." Das seien für ihn die entscheidenden Punkte gewesen.

Für Torsten Menges, den Sportlichen Leiter der Hüttenberger, waren zwei Eigenschaften wichtig, die der neue Trainer habe mitbringen müssen: "Er muss sich für die 3:2:1-Deckung aussprechen und er muss die Spielklasse kennen." Dies erfülle Emir Kurtagic. Zudem habe er in Gummersbach bewiesen, dass er junge Spieler zu erfolgreichen Spielern machen kann. verwies er auf die Beispiele Simon Ernst und Julius Kühn. Dies soll er auch beim Traditionsverein aus Hochelheim und Hörnsheim umsetzen.

Nach einem ersten Kennenlernen der Mannschaft direkt nach der Präsentation wollte der neue Übungsleiter sofort loslegen. "Ab morgen geht die Arbeit los", kündigte er an und sieht es als Vorteil, dass durch die anstehende Länderspielpause mehr Zeit gegeben ist und "einiges leichter fällt". Der TV Hüttenberg tritt nach besagter Pause erst wieder am 5. November (um 12.30 Uhr in der Gießener Sporthalle Ost) gegen den TVB Stuttgart an.

Durch die schnelle Lösung der Trainerfrage muss Alois Mraz nicht als Interimstrainer aktiv werden. Der 39 Jahre alte tschechische Ex-Nationalspieler bleibt aber wie bisher Co-Trainer des Erstliga-Teams und weiterhin Coach der zweiten Mannschaft in der Oberliga. Schon vor dem Eyjolfsson-Wechsel war klar, dass Mraz über sein derzeitiges Engagement hinaus aus privaten und beruflichen Gründen nicht als hauptamtlicher Nachfolger zur Verfügung stehen kann. "Mittelfristig setzen wir natürlich auf Alois", weiß nicht nur Weber die Qualitäten von A-Schein-Inhaber Mraz zu schätzen, wie er vorab im Gespräch mit dem Anzeiger betonte.

Doch das ist Schnee von morgen. Jetzt steht beim TV Hüttenberg Emir Kurtagic in der Verantwortung.


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