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17. Spieltag

So, 17.12.2017, 12.30 Uhr
TSV Hannover-Burgdorf vs.  TV 05/07 Hüttenberg
TSV Hannover Burgdorf
vs. TVH
32:25 (15:12)

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Letztes Spiel

Sa, 09.12.2017, 20.30 Uhr
 TV 05/07 Hüttenberg vs. TuS N-Lübbecke
TVH vs. TuS N-Lübbecke
24:22 (15:11)

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59:56 Minuten – Rompf macht’s!

Gießener Allgemeine Zeitung

Freitag, den 13. Oktober 2017 um 07:12 Uhr

Wieder einmal war ein Spiel des TV 05/07 Hüttenberg an Dramatik nicht zu überbieten. Gegen Mitaufsteiger Die Eulen Ludwigshafen steht es am Ende 28:27 – dank eines »Oldies«. Die Osthalle bebt nach dem ersten Bundesliga-Sieg.

Von Markus Röhrsheim. Der TV 05/07 Hüttenberg kann es auch am Donnerstag! Mit einem 28:27 (15:15)-Sieg gegen Mitaufsteiger Die Eulen Ludwigshafen feierten die Blau-Roten den ersten Bundesligasieg. Angetrieben von einem enthusiastischen Publikum hat die Mannschaft von Trainer Aðalsteinn Eyjólfsson damit die Abstiegsränge verlassen.

2100 Zuschauer wurden Zeugen eines dramatischen Spieles, das Linksaußen Christian Rompf mit seinem einzigen Tagestreffer vier Sekunden vor dem Abpfiff für die Gastgeber entschied. »Es war gut, dass wir die letzten elf Sekunden in Überzahl spielen konnten. Ich wurde schön frei gespielt und dann habe ich nur noch so fest wie möglich geworfen«, sagte der Routinier glücklich. Wegbereiter dieses letzten Angriffes war Moritz Lambrecht, der dem Eulen-Rückraum den Ball stiebitzte, auf dem Weg nach vorn gefoult wurde und so erst das Happy End ermöglichte.

Die Handballer aus Hochelheim und Hörnsheim hatten es allerdings mehrmals verpasst, die Partie schon frühzeitig zu ihren Gunsten zu entscheiden, sodass auch das vierte Heimspiel wieder ein Herzschlagfinale hatte. Nach ausgeglichener Anfangsphase, in der Ludwigshafen in der achten Minute durch den sicheren Siebenmeter-Schützen Pascal Durak beim 3:2 die einzige Führung bejubelte, war in der Folgezeit nur der TVH in Front – und setzte sich beim 10:7 in der 17. Minute erstmals auf drei Tore ab. Die Gäste nutzten allerdings sofort eine Hüttenberger Zeitstrafe zum Anschluss, ehe der ungewohnt blasse Vladan Lipovina in der zweiten Welle kompromisslos auf 13:10 stellte. Da allerdings unter anderem Daniel Wernig mit einem Strafwurf an Roko Peribonio im Eulen-Tor scheiterte und Ragnar Jóhannsson kurz vor der Halbzeitpfiff den Ball über das Tor jagte, ging es nach Robin Egelhofs Treffer mit einem 15:15 in die Kabinen. Glück hatten die Gäste zuvor allerdings noch, dass ein Tritt von Spielmacher Alexander Feld im Liegen ins Gesicht von Moritz Zörb von den Unparteiischen nicht geahndet wurde.

Doch der TVH verdaute auch diesen Rückschlag und kam wie die Feuerwehr aus der Kabine. Zweimal Tomáš Sklenák, Daniel Wernig per Tempogegenstoß nach eigenem Steal in Unterzahl und Dominik Mappes bescherten einen Blitzstart zum 19:15. Doch die Mannschaft von Trainer Benjamin Matschke blieb dran. »Beide Mannschaften kennen sich bestens aus der Zweiten Liga. Auch verfolgen beide Vereine ein ähnliches Konzept. Es werden Kleinigkeiten sein, die den Unterschied ausmachen werden«, hatte dieser im Vorfeld der Partie gemutmaßt. Er sollte Recht behalten: Beim 20:21 war seine Mannschaft wieder dran. Hüttenberg antwortete mit dem wohl schönsten Tor der Partie: einem Kempa-Trick von Mappes nach Wernig-Pass (43.).

Ludwigshafen versuchte nun in der Deckung mit Patrick Weber weit vorgezogen den Spielfluss der Hausherren zu bremsen und hatte damit Erfolg. Abermals der fehlerfreie Durak vom Punkt in der 49. Minute: 24:24. Die Anspannung auf beiden Seiten war nun zu greifen. »Man hat gesehen, was auf dem Spiel stand. Speziell für uns, da wir im Heimspiel natürlich unbedingt die Punkte hier behalten wollten«, sagte Eyjólfsson hinterher. »Man hat die Bedeutung des Spieles auf beiden Seiten gesehen. Es waren viele Fehler, Hektik, Ballverluste. Ich bin stolz auf meine Jungs. Wir freuen uns wahnsinnig über den ersten Bundesliga-Sieg. Ein großer Dank an die Zuschauer. Die Stimmung, die Lautstärke – es ist toll, was hier in Gießen in so kurzer Zeit gewachsen ist.«

Obwohl Ludwigshafen in den letzten zehn Minuten jede TVH-Führung direkt ausglich, zu einer eigenen Führung sollte es nicht mehr reichen, sodass am Ende wieder der letzte Ball entscheiden musste, der dieses Mal, nach dem Unentschieden gegen Göppingen, den ersten doppelten Punktgewinn brachte.

Hüttenberg: Ritschel, Schomburg; Sklenák (2), Wörner, Lambrecht (1), Wernig (6/1), Rompf (1), Zörb, Fernandes (1), Jóhannsson (5), Sicko, Roth (1), Mappes (7/2), Hofmann (1), Hahn (1), Lipovina (2).

Ludwigshafen: Klier, Peribonio; Stüber, Egelhof (2), Dietrich, Scholz (2), Haider (1), Hess, Feld (3), Remmlinger (3), Falk (1), Durak (9/7), Bührer, Weber (2), Dippe (1), Schmidt (3).

Im Stenogramm / SR: Thöne/Zupanovic (Berlin) – Z.: 2100 – Zeitstrafen: 12 – 14 Minuten – Siebenmeter: 4/3 – 7/7.


Kurz-Analyse

(phk)

Christian Rompf: Der »Oldie« macht’s. Mit zwei Zeitstrafen früh in der Deckung ausgefallen, sorgte der Linksaußen in allerletzter Sekunde für den Sieg seines TVH – und einen Jubelsturm in der Osthalle. Bei noch elf Sekunden auf der Uhr wird er auf Außen freigespielt, hebt in den Kreis ab und nagelt das Ding in die Maschen.

Die Dramatik: Hüttenberg war über 60 Minuten die bessere Mannschaft, lag fast ausnahmslos in Führung, verpasste es aber mehrfach, den Sack zuzumachen. Gleich dreimal liegen die Hüttenberger deutlich vorn, verspielen dies aber jedes Mal – und lassen es damit unnötig spannend werden.

Die Schiedsrichter: »Schieber, Schieber«, schrien die 2100 Zuschauer in der Gießener Osthalle. Der TVH haderte mit den Unparteiischen, die in einer kampfbetonten Begegnung keine richtige Linie fanden und meist zugunsten des Gastes pfiffen. Doch Hüttenberg ließ sich nicht beirren und wurden für diese Ruhe belohnt.

Die Zuschauer: 2100 Menschen waren am ersten Donnerstag-Heimspiel des TVH in die Gießener Osthalle gekommen – Rekord. Auch dieses Spiel beweist: Sind die Zuschauer da, quält sich der TVH noch mehr.

Daniel Wernig: Er lief rauf und runter, erkämpfte Bälle, kassierte Schläge, ließ sich aber nicht stoppen. Sechs Tore sprechen eine deutliche Sprache für den Fügelflitzer. Er ist trotz seiner vermeintlichen körperlichen Nachteile ein Gewinn für die Bundesliga – und für den TVH sowieso.


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