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Adalsteinn Eyjolfsson bewertet Situation bei TVH vor Trainingslager

Gießener Anzeiger

Donnerstag, den 10. August 2017 um 20:11 Uhr

HÜTTENBERG. Von Florian Deis. - Die Spieler hatten die Krafteinheit im Fitnessstudio bereits beendet, Trainer Adalsteinn Eyjolfsson hingegen tüftelte noch an seinem Laptop. Heute dann beginnt für den Handball-Bundesligisten TV Hüttenberg das fünftägige Trainingslager. Um sieben Uhr morgens reisen die Mittelhessen mit dem Bus in die tschechische Kleinstadt Lovosice, haben dort ein Hotel nur für sich. Fünf Trainingseinheiten und vier Testspiele stehen auf dem Programm. Vor der Abreise hat der Gießener Anzeiger mit TVH-Coach Eyjolfsson gesprochen: Über neue Herausforderungen, erste Erkenntnisse und die drei Neuzugänge.

Herr Eyjolfsson, wie läuft die Vorbereitung bislang?
Ich bin super zufrieden, dass wir bisher gar keine Verletzungen hatten. Dass alle fit durch die Vorbereitung kommen, hat oberste Priorität. Die Vorbereitung ist kurz. Letztes Jahr waren wir zu diesem Zeitpunkt schon viereinhalb bis fünf Wochen im Training. Das ist ein mächtiger Unterschied, man kann dann ganz anders steuern. Nach einer solchen Saison wie der letzten fand ich die Regeneration jedoch wichtig. Die Pausen sind mittlerweile sowieso zu kurz.

Auf welche neuen Herausforderungen muss sich die Mannschaft im Vergleich zur 2. Liga einstellen?
Das betrifft vor allem den moralischen Bereich. Es wird noch schwerer, unsere Prinzipien und Werte umzusetzen. Die größte Herausforderung ist, dass wir uns nicht nur an Ergebnissen messen, sondern auch daran, wie wir es angehen, welche Werte wir präsentieren wollen. Wir wollen jedes Mal mit Leidenschaft, Enthusiasmus und positiver Körpersprache da sein. In der 2. Liga war das einfacher, weil man öfter für seine Arbeit belohnt wird. In der 1. Liga hängen die Trauben viel höher. Du kannst gut spielen und trotzdem mit einem nicht so schönen Ergebnis nach Hause fahren. Wir werden in jedem Spiel versuchen, alles rauszuholen, aber die Belohnung wird oft geringer ausfallen als in der 2. Liga.

Alle sechs Tests gegen Erst- und Zweitligisten gingen verloren. Auch wenn es nur Vorbereitungsspiele sind: Macht Ihnen das Sorgen?
Man darf das nicht überbewerten. Beim Linden-Cup beispielsweise haben wir als einziges Team drei Spiele hintereinander machen müssen, das war schwierig. Auch letztes Jahr sahen wir beim Linden-Cup nicht so gut aus. Wir haben damals deutlich verloren gegen Wetzlar, im Pokal hatten wir sie dann am Rande einer Niederlage. Wehgetan haben uns die technischen Fehler und die Abschlussschwäche. Vielleicht waren wir letztes Jahr zu diesem Zeitpunkt spielerisch ein bisschen weiter. Aber die wenigen jungen deutschen Zugänge waren leichter einzubauen als ein Pole und ein Montenegriner.

Was fehlt nach den Erkenntnissen aus diesen Testspielen noch im Vergleich zur Erstligakonkurrenz?
Es sind die Details. In der Deckung werden wir zwar nicht alle stoppen können, müssen mit dem Körperunterschied von der Masse her aber noch besser umgehen. Das werden wir noch klarer bearbeiten. Und: Die halben Chancen, bei denen man sich einen unvorbereiteten Schlagwurf nimmt, sind Gift für uns. Das wird sofort mit Gegenstößen bestraft. Ich bin aber eigentlich optimistisch. Unsere Deckung und die Abläufe im Rückzug werden sich steigern und im Angriff werden wir schnell lernen, was wir dürfen und was nicht.

Wie geht die menschliche und sportliche Integration der drei Neuzugänge voran?
Mit Tobias Hahn ist das wie mit Christian Rompf. Christian kam in die Kabine und es war, als sei er nie irgendwo anders gewesen. Bei ,Tobi' war das genauso. Man merkt, dass sich die Handballer in der Region kennen und manche sich schon in der Ludwigstraße getroffen haben. Vladan war lange hier, muss aber seine Kameraden kennenlernen. Er spricht mittlerweile gut Deutsch, ich kenne ihn schon lange. Seine Verpflichtung hat sehr viele Vorteile gegenüber der eines komplett neuen Spielers, der kein Deutsch spricht. Bei ihm wird es schneller gehen als bei einem normalen Neuzugang. Für Szymon ist es eine Herausforderung: Neue Sprache, ganz andere körperliche Voraussetzungen. Wir müssen daran feilen, dass er sich möglichst schnell akklimatisiert, integriert und die Sprache versteht. Uns war bewusst, dass das mehr als ein paar Wochen dauern wird.

Vladan Lipovina hat beim Linden-Cup angedeutet, dass er die erhoffte Verstärkung im rechten Rückraum sein kann.
Besser hätten wir es nicht machen können. Er ist das genaue Gegenteil zu Ragnar Johannsson und Jan Wörner. Er kann aus der zweiten Reihe richtig Druck machen, ist spielerisch stark. An seiner Abwehr müssen wir noch arbeiten. Wir setzen viele Hoffnungen in ihn, dass er konstant und stabil spielt. Er hat schon super Ansätze gezeigt.

Wie viel Zeit wird Szymon Sicko brauchen, um sich an die Bundesliga zu gewöhnen?
Zehn bis zwölf Wochen wird er definitiv brauchen, vielleicht auch etwas länger. Als er ausgeruht war, hat er Selbstvertrauen gehabt und fünf, sechs gute Aktionen gezeigt. Die Belastung an Tagen mit Vormittagstraining und Spiel am Abend hat er schlecht verkraftet, da war er ein bisschen verloren, das ist er nicht gewohnt. Szymon muss an den Beinen und der Rumpfstabilität arbeiten. Wenn er sechs, sieben Kilos draufpackt, wird es nicht einfach, gegen ihn zu spielen. Dass er diese Kilos nicht hat, ist als 19-Jähriger völlig normal. Er bringt alle Voraussetzungen mit, ein Top-Bundesligaspieler zu werden.

Die Kurse an der Volkshochschule sind ausgebucht. Wie lernt er Deutsch?
Torsten Menges und Andrzej Mientus haben sich darum gekümmert, dass ein Lehrer nach dem Trainingslager mit ihm Deutschstunden macht.

Sind die Personalplanungen definitiv abgeschlossen?
Wir sind zufrieden, was wir haben, und werden das mit unseren Jungs angehen. Wir können nicht jetzt auf einmal alles umwerfen. Die Mannschaft hat es sich verdient, dieses Abenteuer anzugehen. Wir gucken eher nach unten, was von der Jugend nachkommt. Der Geist der Mannschaft hat uns stark gemacht. Wir wären daher schlecht beraten, das auseinanderzunehmen. In Eisenach haben wir damals nur verpflichtet, am Ende hatten wir eine nicht Deutsch sprechende Kabine und jeglicher Mannschaftsgeist war weg.

Worauf wird im Trainingslager der Fokus liegen?
Die Schwerpunkte liegen auf der Abwehr, dem Umschaltspiel sowie der Verfeinerung taktischer Abläufe und einem höheren Grad der Disziplin im Angriff. Es geht um die Balance zwischen Risikobereitschaft und Disziplin im Angriff. Da muss man eine feine Balance finden, um die Spieler nicht zu hemmen, ihnen aber auch nicht zu sehr freien Lauf zu lassen. Wir wollen unsere Stärken nutzen. Es nutzt uns aber nichts, eine super 3:2:1- oder 5:1-Abwehr zu haben, wenn wir nicht dazu kommen, weil wir aufgrund undisziplinierter Angriffsaktionen Gegenstöße kassieren.


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