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HSG glänzt im Angriff

Gießener Allgemeine Zeitung

Freitag, den 04. August 2017 um 09:16 Uhr

Am Donnerstagabend ist das ewig junge Derby HSG Wetzlar gegen TV 05/07 Hüttenberg der erwartete Zuschauermagnet beim Handball-Linden-Cup. Die HSG gewinnt am Ende deutlich.

Von Markus Röhrsheim. Der Favorit aus Wetzlar konnte seine Dienstag-Pleite beim Linden-Cup der Sparkasse Gießen gegen den Bergischen HC mit einem 36:27 (20:12)-Sieg gegen die Hüttenberger zumindest etwas korrigieren. Zuvor hatte der gastgebende Landesligist MSG Linden in seinem bereits letzten Turnierauftritt in der Regionalgruppe erneut einen klassenhöheren Gegner geärgert. Allerdings reichte es beim 27:29 (14:17) am Ende nicht ganz zum Sieg gegen die SG Kleenheim.

Kleenheim hat knapp die Nase vorn

Die Hausherren konnten zwar durch Lukas Loh in Führung gehen. Danach war aber die SG Kleenheim am Drücker. Speziell der sichere Siebenmeterschütze Fabian Höpfner und Rechtsaußen David Straßheim zeichneten für die 10:7-Führung (15.) verantwortlich. Mit ihrem beweglichen und temporeichen Angriffsspiel fanden die Wohlrab-Schützlinge immer wieder Lücken in der Lindener Deckung und gingen so auch mit einem 17:14-Vorsprung in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel funktionierte aber die MSG-Defensive besser, und auch der ins Tor gekommene Nils Kaiser war mit einigen Paraden für elf torlose Kleenheimer Minuten verantwortlich. In denen die Hausherren beim 18:17 durch Rechtsaußen Malte Höhn wieder in Front gingen. Beim 20:18 kurz später durch Jan Nober lag man sogar erstmals zwei Tore vorn. Doch Kleenheim fightete in einem intensiven und temporeichen Spiel zurück und war neun Minuten vor dem Ende durch einen Strafwurf von Yannic Dubiys wieder in Front – und brachte den Sieg ins Ziel.

Kleenheim: Eckhard, Schäfer; Schier, Hanika (2), Höpfner (9/4), Keil (1), Köhler, Reusch (1), Wiener (3), Kollmann (1), Weinandt, Friedrich, Dubiys (2/2), Heimbach (6), Straßheim (4). – Linden: Rocksien, Kaiser; Nober (2), Jung (2), Müller, Simon Semmelroth (2), Mühlhans, Walter (2), Stöhr (1), Berger (1), Loh (4), Julian Weber (3), Andermann (3), Höhn (3), Grundmann (4/3).

Wetzlarer Anfangselan

Der HSG Wetzlar merkte man sofort an, dass sie die Niederlage gegen den Bergischen HC vergessen machen wollte. Aufsteiger TV 05/07 Hüttenberg, erstmals mit dem Ex-Wetzlarer Vladan Lipovina, schien von dem Anfangselan des Gegners überrascht. Die HSG zog auch ohne den schwedischen Neuzugang Olle Forsell Schefvert (Weisheitszahn-OP) ein schnelles und druckvolles Offensivspiel auf, dem die Hüttenberger Deckung nicht nachkam. Zwar erzielte TVH-Kreisläufer Mario Fernandes das erste Tor der Begegnung. Danach rollte aber die HSG-Angriffsmaschinerie. Speziell die starke Flügelzange Kasper Kvist und Kristian Björnsen wurde immer wieder schön freigespielt und zeichnete für über die Hälfte der Wetzlarer Tore in der ersten Halbzeit verantwortlich. TVH-Trainer Adalsteinn Eyjolfsson versuchte nach einer Auszeit, mit den Neuzugängen Szymon Sicko und Vladan Lipovina für mehr Gefahr aus dem Rückraum zu sorgen, was zumindest bei dem Ex-Wetzlarer mit drei Treffern fruchtete. Trotzdem war Wetzlar beim 19:9 durch Linksaußen Kaspar Kvist in der 26. Minute erstmal auf zehn Tore Vorsprung weggezogen. Hüttenberg konnte bis zum Pausenpfiff wenigstens noch etwas auf 12:20 durch Sebastian Roth verkürzen.

»Unsere Deckung und unser Rückzugsverhalten in der ersten Halbzeit haben mich geärgert. Zudem haben wir unsere Angriffe nicht auf den Punkt gespielt«, war der TVH-Trainer mit der Vorstellung seiner Mannschaft bis dahin nicht zufrieden. Die sich in der zweiten Hälfte besser wehrte. So wie beim 19:28 von Vladan Lipovina, der seine Wurfstärke demonstrierte. Die HSG konterte durch den eingelaufenen Maximilian Holst zum 30:19 und steuerte so einem ungefährdeten 36:27-Sieg entgegen. Entsprechend zufrieden war Trainer Kai Wandschneider: »Das war souverän. Wir waren von Anfang an auf der Platte. Wir haben ein überragendes Angriffsspiel gezeigt.«

HSG Wetzlar: Buric, Nikolai Weber; Herrmann (2), Kneer (2), Björnsen (6), Pöter (1), Ferraz (3), Mirkulovski (2), Rüdiger (2), Holst (2), Kvist (7/1), Klesniks, Lindskog (1), Cavor (5), Kohlbacher (3).

TV Hüttenberg: Ritschel, Schomburg; Stefan (1), Sklenák (1), Lambrecht, Wernig (5/4), Rompf, Zörb (3), Fernandes (4), Jóhannsson, Sicko, Roth (1), Mappes (3), Hofmann, Hahn.

Am Freitag ab 18.30 Uhr kann in der Regionalgruppe die HSG Pohlheim mit einem Sieg im Spiel gegen die SG Kleenheim einen großen Schritt Richtung Turniersieg machen. Im Anschluss trifft in der Bundesliga-Gruppe Aufsteiger TV 05/07 Hüttenberg auf den SC DHfK Leipzig (20.15 Uhr).


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