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DHB-Pokal, Runde 1,
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So, 20.8.2017, 16 Uhr:
Bergischer HC vs. TV 05/07 Hüttenberg

Sa, 19.8.2017, 19 Uhr:
TV 05/07 Hüttenberg vs. TGS Pforzheim
TVH vs. TGS Pforzheim
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Für Markus Semmelroth vom TV Hüttenberg endet lange Verletzungszeit

Gießener Anzeiger

Donnerstag, den 20. April 2017 um 08:43 Uhr

HÜTTENBERG. Von Florian Deis. - Markus Semmelroth hat eine lange Leidenszeit hinter sich. Ziemlich genau sieben Monate war der Handballer des mittelhessischen Zweitligisten TV Hüttenberg zum Zuschauen verdammt. Mittlerweile hat sich der 26-Jährige zurückgekämpft, sein Vertrag in der Handkäsemetropole wird jedoch nicht über diese Saison hinaus verlängert. Eine Rückkehr scheint allerdings nicht ausgeschlossen.

Nach drei Jahren in Hüttenberg wechselt Semmelroth, der zuvor in Diensten der HSG Pohlheim und der MSG Linden gestanden hatte, zum Drittligisten MSG Groß-Bieberau/Modau. Am Ostersamstag flatterte diese Meldung seitens der Odenwälder herein. Wobei der Verkündungszeitpunkt den Rückraumspieler, der demnächst mit seiner Partnerin nach Dutenhofen ziehen und also regelmäßig nach Groß-Bieberau pendeln wird, durchaus verwunderte, weil die Verhandlungen zwar sehr weit vorangeschritten, aber noch nicht finalisiert waren. Sei's drum.

"Das Team steht, punktet und es ist schwierig, Spielzeit zu erlangen", sagt Semmelroth über seinen Status beim TVH. Und: "Ich wollte auf jeden Fall weiter hochklassig Handball spielen."Die Begründung für die Nichtausweitung des Kontrakts liefert Hüttenbergs Geschäftsführer Lothar Weber: "Markus war fast eine ganze Saison weg, hat wenig bis gar keine Spielpraxis. Gemeinsam mit seinem Berater sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass er in der 3. Liga ein Jahr Spielpraxis auf hohem Niveau sammeln soll." Kommt's nach diesem Jahr zur Rückkehr? "Er wird dann eine Option sein", sagt Weber.

Das ist freilich erst mal Zukunftsmusik. Noch kämpft sich Semmelroth mühsam zur alten Form zurück. Mit der Umsetzung des Rats von Ärzten und Reha-Trainern, sogar mit einer Ernährungsumstellung. "Ich arbeite akribisch, versuche alles zu tun, was möglich ist", sagt der 1,86-Meter-Mann.

Was führte eigentlich zu dieser nicht enden wollenden Zwangspause? In den Anfängen der Vorbereitungsphase, im Juli vergangenen Jahres also, bekam Semmelroth im Training einen Schlag auf das linke Sprunggelenk. Trotz Schmerzen machte er ganz normal weiter, "weil ich vom Mannschaftsarzt das 'Okay' bekommen hatte, dass dort nichts Gravierendes wäre". Anfang August setzte es beim Linden-Cup-Duell gegen Melsungen erneut einen Schlag auf das Sprunggelenk, Semmelroth knickte um, hatte Einblutungen. Es war eine überaus komplizierte Verletzung. Dementsprechend ist Semmelroth froh, wieder Fuß gefasst zu haben.

Auf Anraten der Ärzte entschied man sich für eine konservative Behandlung. Nach ein, zwei Monaten hätte der Rückraumlinke zurückkehren sollen. Daraus wurde nichts.

Stattdessen war Semmelroth, der bereits in der Vorsaison nach einer Meniskusoperation einige Zeit fehlte, vom Verletzungszeitpunkt Anfang August bis Ende November an Krücken gebunden. Mehr als wöchentlich vier Einheiten auf dem Fahrradergometer und Stabilisationsübungen für den Oberkörper waren in dieser Zeit nicht drin. Warum die Rückkehr so viel länger als geplant dauerte, weiß Semmelroth selbst nicht. Nur logisch, dass sich bisweilen Frustration breitmachte. "Ich war sehr niedergeschlagen, als es sich immer wieder um einen Monat verlängerte und die Ärzte nicht genau sagen konnten, wann es wieder in Ordnung ist", gesteht er. "Es gibt dann Tage, da ist man echt gerne für sich alleine, da kann man es nicht so gut verarbeiten, wenn man wieder gesagt bekommt, dass es noch mal einen Monat länger dauert." Zumal Semmelroth bis zur Verletzung eine gute Vorbereitung hingelegt und sich eine ordentliche Position erarbeitet hatte. Rückhalt und Motivation lieferten in dieser schwierigen Phase das direkte private Umfeld mit Familie, Freundin und Freunden.

Seit Anfang dieses Kalenderjahres arbeitete er dann mit Reha-Trainer Peter Nagel am Comeback, kehrte im März ins Mannschaftstraining zurück und unternahm bei der Landesliga-Truppe (vier Spiele, fünf Tore) erste Gehversuche. Semmelroth, der an der Gießener Justus-Liebig-Universität im vierten Semester Bildung und Förderung in der Kindheit studiert und im ersten Quartal 2018 seine Bachelorarbeit schreiben möchte, befindet: "Ich bin zwar auskuriert, aber immer noch nicht auf dem Fitnesszustand, den ich haben möchte. Dieser Weg wird sich bis zum Rundenende ziehen. Ich denke, zur nächsten Saison werde ich wieder auf meinem vorherigen Level sein." Selbstredend besteht die Hoffnung auf den einen oder anderen Zweitligaeinsatz in dieser Saison: "Ich gebe im Training alles, probiere mich anzubieten. Ich wäre froh über jede Minute und brenne auf einen Einsatz." Womöglich ergibt sich ob der diffizilen Personallage ja bereits am anstehenden Doppelspieltag (am Freitag in Leutershausen und am Sonntag gegen den TV Neuhausen) eine Gelegenheit.


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