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Bundesliga-Handball in Heuchelheim?

Gießener Allgemeine Zeitung

Mittwoch, den 19. April 2017 um 11:58 Uhr

Mit Kommentar "Herzenssache" von Ralf Waldschmidt

Von Ralf Waldschmidt. Noch sind neun Spieltage zu absolvieren, aber der TV 05/07 Hüttenberg muss sich als Zweitliga-Dritter ernsthaft mit einer möglichen neuerlichen Erstliga-Zukunft beschäftigen. Ganz besonders bei der Frage nach der Heimspielstätte. Ein heißer Kandidat ist die Sporthalle Heuchelheim.

Im Frühjahr 2017 erinnert beim TV 05/07 Hüttenberg vieles an das Frühjahr 2011, in dem sich das Zweitliga-Team um Trainer Jan Gorr mit großer Euphorie erfolgreich auf den Weg in die Handball-Bundesliga machte. Spätestens seit dem Jahreswechsel 2016/17, als der TVH als Drittliga-Aufsteiger sensationell mit 29:7 Punkten die Tabelle der eingleisigen 2. Handball-Bundesliga der Männer anführte, müssen sich die Hüttenberger Verantwortlichen um Lothar Weber und Martin Volk – unabhängig vom weiteren sportlichen Rundenverlauf – erneut mit dem Erstliga-Thema beschäftigen.

Zu klären ist dabei in erster Linie die Frage nach der Heimspielstätte, denn die HBL-Statuten schließen die seinerzeit kostspielig renovierte Hüttenberger Sporthalle nunmehr definitiv aus. 2250 Zuschauer sind mittlerweile als Mindestkapazität vorgeschrieben, weshalb die Hüttenberger Handball-Marketing bereits unzählige Gespräche über eine neue Heimstatt mit benachbarten Kommunen, Vereinen und Handball-Klubs geführt hat.

Benachbart? In Anbetracht der geringen Auswahl und Möglichkeiten sind u. a. sogar die Sporthalle Elsenfeld (Heimspielstätte des ruhmreichen TV Großwallstadt in Mainfranken) und die Frankenstolz-Arena in Aschaffenburg in Betracht gezogen worden.

Der neueste, heißeste und zu favorisierende Spielstätten-Kandidat liegt aber in direkter geografischer Nähe: die Sporthalle Heuchelheim! Laut Martin Volk von der Hüttenberg Handball-Marketing hat »es erste Kontakte auf Bürgermeisterebene gegeben. Derzeit klären wir ab, welche der geforderten Parameter in Heuchelheim erfüllt werden können«. Die Option Heuchelheim besäße aus TVH-Sicht geografisch und wirtschaftlich Priorität, da die Gießener Sporthalle Ost bzw. die Rittal-Arena in Wetzlar aus organisatorischen und finanziellen Gründen eher weniger infrage kommen. »Stand heute«, so Volk, »werden wir jedenfalls zu 99,9 Prozent nicht in Hüttenberg spielen dürfen.«

Die Sporthalle Heuchelheim ließe sich durch Zusatztribünen durchaus auf die geforderte Kapazität erweitern. Bei den TSF-Handballern und der Gemeinde ist man auf offene Ohren gestoßen. Natürlich sind noch unzählige Fragen (TV-Möglichkeiten, Parkplatzsituation, Catering etc.) zu klären, ein Umzug von Hüttenberg aber hätte – wie alle Beteiligten einräumen – einen gewissen Charme. Für den TV 05/07 Hüttenberg würden die Kosten nicht ausufern und die eigenen Anhänger müssten nicht 80 bis 100 Kilometer zu den Heimspielen zurücklegen. Für Heuchelheim, wo der Handball traditionell ebenfalls tief verwurzelt ist, bedeuteten 17 Bundesliga-Pflichtspiele einen enormen Imagegewinn. Ganz abgesehen davon, dass sich schnell eine echte Heimspielatmosphäre entwickeln könnte.

Martin Volk bekräftigt aber, dass derzeit noch nichts entschieden sei und alle Optionen von Elsenfeld in Mainfranken bis zur Rittal-Arena in Wetzlar auf dem Tisch lägen. Beim TVH muss zudem abgewartet werden, welche weiteren Anforderungen durch den neuen TV-Vertrag mit Sky auf die Bundesligisten zukämen. Logistisch favorisieren die Hüttenberger Verantwortlichen jedenfalls einen einzigen Heimspielort, anstatt zwischen zwei Spielstätten zu pendeln.

Frank Hoffmann aus dem Vorstand der Handball-Abteilung der TSF macht keinen Hehl daraus, dass das Hüttenberger Anliegen in Heuchelheim auf große Gegenliebe trifft. »Ich bin überzeugt, dass davon alle Seiten profitieren – vor allem der Handball in unserer Region.« Traditionell sind der Heuchelheimer und Hüttenberger Handball über zahlreiche Spielergenerationen (Kunz, Übbing, Platen / Billek) ohnehin eng verbunden. Für die Wetzlarer Rittal-Arena liegt dem TV 05/07 ein nach Zuschauerzahl gestaffeltes Angebot vor. In der Gießener Sporthalle Ost überschneiden sich bereits in den Rahmenterminplänen zehn 46ers-Heimspiele 2017/18 mit eventuellen Hüttenberger Heimauftritten.

Im Erstliga-Aufstiegsrennen müssen zuvor aber die sportlichen Zweitliga-Aufgaben erledigt werden. Schon am Wochenende steht diesbezüglich mit dem Doppelspieltag Freitag bei der SG Leutershausen und Sonntag gegen den TV Neuhausen die nächste Bewährungsprobe bevor.

 


 

Kommentar: Herzenssache

Von Ralf Waldschmidt. Erstliga-Handball mit dem TV 05/07 Hüttenberg in Heuchelheim. Das wäre nicht nur für mich als Ur-Heuchelheimer, der als 14-jähriger Knirps Woche für Woche an der alten Vereinsturnhalle stand, um mit der Generation der Römer, Krieger und Co. in deren Pkw mit in die Handball-Hallen nach Krofdorf, Bieber und Atzbach genommen zu werden, eine Herzensangelegenheit.

Lassen wir als Thema einmal die HBL-Statuten und damit die Verhinderung der Sporthalle Hüttenberg als Heimspielstätte außen vor. Wer möchte denn schon den TVH ins Mainfränkische begleiten? Niemand! Wer erwartet in einer nur zur Hälfte gefüllten und kostspieligen Rittal-Arena wirklich Stimmung? Kaum jemand! Wer möchte hinter den Gießen 46ers zweite Wahl sein? Keiner!

Wenn sich also die Möglichkeit ergibt, Bundesliga-1-Handball tatsächlich in Heuchelheim stattffinden zu lassen, sollte sie genutzt und unterstützt werden. Denn auch hier schlägt eines von vielen Handball-Herzen unserer Region. Hier könnte zugleich jenes Feuer entfacht werden, welches die Sportler auf dem Parkett Spiel für Spiel als Unterstützung benötigen. Den Handball leben und leben lassen.


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