• Unsere Sponsoren
  • Unsere Sponsoren
  • Unsere Sponsoren
  • Unsere Sponsoren
  • Unsere Sponsoren
  • Unsere Sponsoren
  • Unsere Sponsoren
  • Unsere Sponsoren
  • Unsere Sponsoren

Nächstes Spiel

Sa, 25.11.2017, 20.30 Uhr
TV 05/07 Hüttenberg vs. TSV GWD Minden
TVH vs. TSV GWD Minden
Shuttlebus:
  • Abfahrt Hüttenberg:
    19.00 Uhr
  • Abfahrt Gießen:
    23.00 Uhr

Fanbus "Bully"

Facebook-News werden präsentiert von

Formaxx AG
Formaxx AG

Letztes Spiel

Do, 16.11.2017, 19.00 Uhr
SG Flensburg-Handewitt vs. TV 05/07 Hüttenberg
SG Flensburg-Handewitt
vs. TVH
38:23 (20:9)

PDFDruckenE-Mail

Beste Stimmung und Luxusprobleme beim TV Hüttenberg

Gießener Anzeiger

Dienstag, den 14. Februar 2017 um 09:35 Uhr

HÜTTENBERG. Von Florian Deis. - Groß war die Freude bei den Handballern des TV Hüttenberg. Inbrünstig stimmten die Protagonisten des Zweitligisten nach dem 30:26-Erfolg gegen den TV Emsdetten in das längst zum Klassiker in deutschen Sporthallen avancierten "Oh wie ist das schön" ein und feierten ausgelassen. Es war ein erst auf den letzten Metern errungener Arbeitssieg, der den Tabellenzweiten der 2. Bundesliga nach zuletzt zwei Partien ohne Sieg wieder in die Erfolgsspur gehievt hat. Das unerwartet erfolgreiche Abschneiden der Mittelhessen bringt jedoch auch Herausforderungen und Luxusprobleme mit sich.

"Uns hat der Flow aus der Hinrunde etwas gefehlt", analysierte Hüttenbergs Trainer Adalsteinn Eyjolfsson. "Außer in der letzten Viertelstunde hat die Emotionalität und die Ausstrahlung, die die Mannschaft in der Hinrunde hatte, gefehlt." Der erfahrene Isländer nutzte die Gelegenheit, um in einer ganz generellen Thematik den Mahner zu geben: dem Anspruchsdenken. Vom Aufsteiger aus der 3. Liga zum Erstligakandidaten. "Man hat bei den Jungs gemerkt, dass es die Stimmung gedrückt hat, weil wir nicht sofort drei, vier, fünf Tore weggezogen sind", befand Eyjolfsson, um dann anzuheben: "Wir sind oben, weil wir gut gespielt haben. Aber", betonte der 39-Jährige mit Nachdruck, "wir dürfen nicht die Freude über jedes Tor, jeden Sieg und jeden Punkt verlieren, das darf uns nicht passieren."

Die Erwartungen in der Handkäsemetropole haben sich aufgrund der grandiosen Hinrunde in rasanter Geschwindigkeit verändert. Torhüter Matthias Ritschel sieht das ganz ähnlich. "Es ist ein Problem, dass man im nahen Umfeld oder der Presse ununterbrochen damit konfrontiert wird, eine Spitzenmannschaft zu sein. Man vergisst leicht, dass diese Position nicht von ungefähr kommt. Für den Kopf ist das gar nicht so einfach", sagte der 30-Jährige. Ritschels klare Botschaft: "Hochzukommen geht, aber oben zu bleiben ist ungemein schwer." Ohne hundertprozentigen Einsatz gebe es in der Liga nichts zu holen.

Beim Erfolg gegen Emsdetten taten sich die Hüttenberger lange arg schwer. Von Beginn an mangelte es der Deckung, dem eigentlichen Prunkstück, an der gewohnten Stabilität. Der TVH entwickelte keinen rechten Zugriff, war allzu oft zu spät dran und kassierte deswegen einige einfache Tore aus der zweiten Reihe oder über den Kreis. Als dann obendrein im Angriff Sand ins Getriebe kam, schien Emsdetten auf dem besten Weg zum Auswärtssieg, enteilte zwischenzeitlich bis auf drei Treffer.

In der letzten Viertelstunde jedoch ging ein Ruck durch die Blau-Roten, die Deckung agierte mit höherer Intensität und Ritschel verzeichnete ein um die andere Parade. "Wir haben in den letzten zehn Minuten zu unseren Tugenden zurückgefunden", meinte der Keeper. Derweil freute sich Tomas Sklenak nicht nur über den Sieg, sondern auch über die ungewohnten Spielanteile. Fast durchgehend mit kurzer Verschnaufpause gegen Ende des ersten Durchgangs steuerte der Tscheche (vier Tore) die Angriffsbemühungen. "Klar, das war mal wieder schön. Ich habe immer Lust zu spielen, bin nach meiner Verletzung froh, mit den Jungs auf der Platte zu stehen und genieße jede Minute", sagte Sklenak. Ebenfalls Eigenwerbung betrieb Linksaußen Jannik Hofmann, der über weite Strecken Christian Rompf (Rückenprobleme) ersetzte, mit fünf Treffern. "Wenn keine Anspiele kommen, kannst du als Außen auch nicht glänzen", dankte der Youngster den Mitspielern.

Eyjolfsson meinte: "Wir müssen in jedem Spiel die emotionale Welle treffen, um in unsere Linie zu kommen." Am Wochenende sind die Hüttenberger so gesehen zwei Mal als Wellenreiter gefordert: Beim Mitaufsteiger HSG Konstanz (Freitag) sowie gegen den Viertletzten TuS Ferndorf (Sonntag) wartet der erste Doppelspieltag des neuen Jahres.


0