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Der Wintermeister, der nicht mehr verliert

Gießener Anzeiger

Donnerstag, den 29. Dezember 2016 um 12:11 Uhr

TV Hüttenberg mit beeindruckendem Gipfelsturm

HÜTTENBERG. Von Florian Deis. - Adalsteinn Eyjolfsson stemmte die Hände in die Hüften und pustete tief durch. Das spielende Personal des TV Hüttenberg war da bereits in den Feiermodus übergegangen. „Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey“, tönte es nach dem packenden 30:30-Remis gegen die DJK Rimpar durch das Sportzentrum. Weil Nettelstedt-Lübbecke überraschend bei Schlusslicht Rostock verloren hatte, genügte den Mittelhessen dieser eine Zähler, um sich zum Wintermeister der 2. Handball-Bundesliga zu krönen.

„Dass wir zum Winter auf Platz eins stehen, ist relativ geil“, freute sich Linksaußen Christian Rompf, der sein Arbeitspapier unter der Woche bis 2019 ausgeweitet hatte. Daniel Wernig befand: „Ich glaube, wir sind alle froh, dass wir dieses Spiel nicht verloren haben, und sind mit dem Punkt sehr glücklich.“ Über weite Strecken der ersten Hälfte dominierte Hüttenberg und führte bisweilen mit fünf Toren, auch aufgrund eines famosen Rückraums.

Doch die dürftige Deckungsdarbietung machte den Blau-Roten mehr und mehr zu schaffen. Rimpars konsequent vorgetragenes System mit zwei Kreisläufern sorgte dafür, dass Hüttenbergs gefürchtete 3:2:1-Abwehr nicht ihre Aggressivität entfalten konnte, sondern bisweilen passiv agierte. Immer wieder kamen die Unterfranken zu einfach über die Außenbahnen oder nach Kreisanspielen zum Erfolg. „Rimpar hat unsere 3:2:1 sehr auseinandergezogen, was bisher so noch keine Mannschaft geschafft hat“, konstatierte Wernig. 30 Gegentreffer sind Saisonhöchstwert für den TVH.

Trotz eines 27:30-Rückstands nach 52 Minuten retteten die Mittelhessen mit viel Kampfeswillen noch ein Unentschieden. „Im Endeffekt“, konstatierte Trainer Eyjolfsson, „müssen wir uns mit dem Punkt zufriedengeben. Wir verlieren einfach nicht mehr.“ Die beeindruckende Serie: 17:1 Zähler aus den jüngsten neun Partien, die letzte Niederlage kassierte man Mitte Oktober.

Jahr der Superlative

Hinter dem TV Hüttenberg liegt ein Jahr der Superlative: Erst der souveräne Wiederaufstieg, dann dieser nicht zu erwartende Gipfelsturm im Bundesliga-Unterhaus mit 29:7 Punkten und fünf Zählern Vorsprung auf Platz vier. „Die Hinrunde verlief über allen Erwartungen, das war eine tolle Leistung von Mannschaft und Trainer“, resümierte Managementmitarbeiter Martin Volk. Und auch Coach Eyjolfsson machte keinen Hehl daraus, wie überraschend dieser bisherige Hinrundenverlauf ist: „Spitzenreiter in der 2. Liga, es ist irre.“ Der Isländer formuliert das mehr lachend als sprechend, man hört ihm an, wie surreal er all dies findet. „Es ist unfassbar, was die Mannschaft geleistet hat. Ich gehe wahnsinnig stolz in die Pause.“ Der Rückraumrechte Ragnar Johannsson, der seinen Vertrag um ein Jahr verlängerte, erklärte: „Es fühlt sich super an, Spitzenreiter zu sein, unglaublich.“

Ob man noch umhinkomme, den TVH als heißen Aufstiegskandidaten zu bezeichnen? Eyjolfsson überlegt, räumt sich eine kurze Bedenkzeit ein. Dann sagt der 39-Jährige: „Natürlich, auf irgendeine Art und Weise kann man sagen, dass wir da oben mitspielen. Aber ich finde das utopisch und kann mich mit diesem Thema noch gar nicht beschäftigen. Wir genießen diese Momentaufnahme.“

Für die Verantwortlichen steht nun zunächst der am 1. März zu stellende Lizenzantrag für die 2. Liga auf der Agenda. Erst einen Monat darauf ist ein formeller Lizenzantrag für die Beletage zu stellen. Derzeit gibt es dafür noch gar keine Lizenzunterlagen.

Bis zum neuerlichen Trainingsauftakt am 10. Januar haben die Hüttenberger Spieler nun frei und halten sich individuell fit. Nach der WM-Pause reisen die Mittelhessen am 1. Februar im ersten Pflichtspiel zum punktgleichen Rangzweiten TuS N-Lübbecke. Es wird ein weiterer Richtungsweiser.


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